Der große Tag war gekommen. Weniger als zwei Tage trennten die Eternity vom Ende der QI-Meisterschaft, und man spürte es überall an Bord. Die Kämpfer hatten ihre Kräfte bewusst geschont, nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus Überzeugung. Jetzt war der Moment, alles freizulassen. D
Die Nachricht von Marek war durch alle Decks gegangen wie ein elektrischer Schlag. Kein Flüstern, kein Zögern – eine klare Linie. Jetzt. Gemeinsam. Entschlossen.
Nicht verteilt, nicht vorsichtig. Ein Schlag. Ein Signal.
Und dann ging es los.
Schlag um Schlag, Angriff um Angriff. Es dauerte nicht lange, bis die Zahlen reagierten. Der Vorsprung, der sich über Tage gefährlich verengt hatte, begann wieder zu wachsen. Gestern hatten uns die drei Fragezeichen sogar kurzzeitig überholt – ein Moment, der vielen noch in den Knochen steckte. Heute jedoch kämpfte die Eternity geschlossen.
Erst siebentausend.
Dann neuntausend.
Elf.
Man merkte, dass die Fragezeichen versuchten mitzuhalten, dass sie nicht kampflos nachgeben wollten. Doch diesmal sahen sie keinen einzelnen Balken, kein langsames Vorrücken – sie sahen einen massiven Sprung. Ein Statement.
Achtzehntausend.
„Vielleicht brechen sie jetzt ein“, murmelte Sasa. „So ein Schlag wirkt.“
Kingschorsch blieb wachsam, Paahria nickte. „Unterschätzt sie nicht. Sonntag Nacht. Montag früh. Das sind ihre Zeiten. Wenn sie noch Reserven haben, dann dort.“
Die Antwort der Eternity war kein Abwarten.
Die Kämpfer standen Schulter an Schulter, als hätten sie es einstudiert. Jeder wusste, warum er kämpfte, jeder wusste, was auf dem Spiel stand. Koordination. Disziplin. Gemeinsames Handeln – genau das, was die Eternity immer ausgezeichnet hatte.
Einschläge donnerten im Minutentakt, das Schiff vibrierte, als würde es selbst kämpfen. Auf der Offiziersbrücke lag Spannung in der Luft, dicht und schwer. Die Anzeigen flackerten, die Zahlen liefen weiter.
Alexia stand ruhig, die Augen auf die Projektionen gerichtet. „Wenn sie doch noch alles werfen, was sie haben…“
Marek hob den Blick, ruhig, fest. „Dann sollen sie sehen, dass es zwecklos ist.“
Er trat näher an den Tisch. „Ich will nicht, dass sie bis zur letzten Stunde glauben, sie hätten eine Chance. Wir bauen jetzt einen Vorsprung auf, der ihnen den Willen nimmt. Achtzehntausend sind kein Ziel. Sie sind nur der Anfang.“
Ein zustimmendes Murmeln ging durch den Raum. Keine Zweifel, kein Zaudern. Die Eternity stand geschlossen hinter dem Plan.
Der Endspurt hatte begonnen – und diesmal sollte er entscheiden.